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Mehr aus unserer Kita — Abschied zum 31.12.2022

Nach knapp 14,5 Jahren verabschiede ich mich als Leiterin der Kita Auferstehungsgemeinde, um in Rente zu gehen. Ich begann meine Tätigkeit am 1.8.2008 als Nachfolgerin von Waltraud Lenz, die einen gut geführten Kindergarten an mich übergab. ...

Dieser war in der Auferstehungsgemeinde und im Stadtteil sehr angesehen. Damals bestand der Kindergarten aus 3 Gruppen mit je 22 Kindern von 3- 6 Jahren und einer Schulkindbetreuung von ca. 12 Kindern im Grundschulalter. Der Kindergarten bot bereits ein warmes Mittagessen an und hatte bis 14 Uhr geöffnet. Ich fand eine angenehme Arbeitsatmosphäre vor, jede der Erzieherinnen war dem Kindergarten und der Gemeinde verbunden. Der damalige stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Rolf Michel führte mich sehr verantwortungsvoll in die Arbeit des Kindergartens und die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein. Pfarrer Falk befand sich in den ersten Monaten in einer Sabbat-Phase. Im Laufe der ersten Jahre wurde ein Teil der Kindergartenplätze in Ganztagsplätze umgewandelt, da der Bedarf in den Familien stark wuchs. Auch die Schulkindbetreuung erhöhte sich auf 20 Kinder. Die Lebensbedingungen von Familien veränderten sich stark und gemeinsam mit dem damaligen Kirchenvorstandsvorsitzenden und Vorsitzenden des Bauausschusses, Herrn Trollmann, entwickelten wir die ersten Pläne zu einem Ausbau des Kindergartens und einer Erweiterung um Krippengruppen für 1-3-Jährige. Mit viel Engagement und Elan wurden im Bau-Ausschuss der Gemeinde und in Zusammenarbeit mit dem Team der Kita und dem Architekten, Herrn Pfeiffer, diese Pläne konkreter. Ohne die Befürwortung, Beharrlichkeit und Unterstützung durch Herrn Trollmann wäre die Baumaßnahme nie umgesetzt worden. Ihm gebührt ein großer Dank. In der Endphase der Planungen, Genehmigungen und Umsetzung der Baumaßnahme übernahm Herr Bernd Zahn den Vorsitz des Bauausschusses. Auch ihm gebührt ein großer Dank. Die Verhandlungen mit der Landeskirche und der Stadt Wiesbaden gestalteten sich nicht einfach und Herrn Zahns Erfahrung und Durchsetzungskraft war hier von entscheidender Bedeutung. Im Jahr 2014 fand der Umbau und die Erweiterung der Kita statt und zum 1. Januar 2015 bezog die Kita ein schön gestaltetes, renoviertes und erweitertes Gebäude. 20 Krippenkinder (1-3-Jährige) und 66 Elementarkinder (3-6-Jährige) werden seitdem in der Kita der Auferstehungsgemeinde zumeist ganztags bis 16:30 Uhr oder auf ¾-Plätzen bis 14:30 Uhr von inzwischen 17 Erzieherinnen und Erziehern, 2 stellv. Leitungen, einer Leiterin und 5 Auszubildenden betreut. Für die Verpflegung unserer Kinder sind unsere Köchin und 2 Hauswirtschaftskräfte zuständig, die die Kinder mit einem Frühstück, einem frisch gekochten Mittagessen und einem Nachmittagssnack versorgen. Auch heute genießt die Kita der Auferstehungsgemeinde einen guten Ruf. Dies freut mich sehr. Das Team der Kita leistet eine sehr Kind nahe, einfühlsame und gut reflektierte professionelle Arbeit. Kontinuierlich haben wir im Team unser Konzept des „offenen Arbeitens“ entwickelt und führen es immer weiter fort. Regelmäßige Konzepttage, Fortbildungen der einzelnen Erzieherinnen und Erzieher sind in der heutigen Zeit dringend notwendig, um den Anforderungen der täglichen Arbeit mit sehr unterschiedlichen Kindern und familiären Hintergründen gerecht zu werden. Eine gute, familienergänzende Arbeit in der Kita ist notwendig, um Kindern das mitzugeben, was sie für ihre Entwicklung brauchen. Dem Team und mir ist und war es wichtig, dass die Kinder und Familien sich in der Kita angenommen, wertgeschätzt und unterstützt fühlen. Jedes einzelne Kind liegt uns „am Herzen“. Nach 14,5 Jahren fällt es mir nicht leicht, die Kita zu verlassen. Auch wenn es Zeit wird, die Kita in andere Hände zu geben, ist der Abschied für mich schmerzlich. Ich habe sehr gerne diese Kita geleitet. Ich bedanke mich sehr bei allen Familien, die ich über die Jahre hinweg begleiten durfte, bedanke mich bei allen, die im Elternbeirat mitgearbeitet haben und uns als Team kritisch unterstützt haben. Ich bedanke mich bei Herrn Zahn, für sein alltägliches großes Engagement und seine Liebe für die Kita. Ich sage Dank Pfarrer Falk und dem Kirchenvorstand der Auferstehungsgemeinde für die gute Zusammenarbeit und auch für die unterschiedlichen Meinungen, die es oft gab. Ich sage Dank „meinem Team“, das eine höchst professionelle, großartige, klare und liebevolle Arbeit leistet und meinen Stellvertreterinnen, Frau Haas und Frau Sutter, ohne die die Leitungsaufgaben nicht hätten bewältigt werden können und die mit ihrem Arbeitseinsatz und ihren frischen Ideen fruchtbare Arbeit geleistet haben und leisten. Zu guter Letzt sage ich allen Kindern „Danke“, die mir durch ihre Fröhlichkeit, ihre Neugier, ihre Offenheit und Lebenslust jeden Tag gezeigt haben, wie schön die Welt ist. Karin Möller


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